Demo zum Tag der Menschenrechte am 11. Dezember: Gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Etwa 1.500 Menschen haben am Samstag gegen die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge demonstriert. Laut Polizei verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Die Demonstration hatte am Vormittag an der Turmstraße in Moabit begonnen und war bis zum Platz des 18. März am Brandenburger Tor gezogen. Auf Fotos in den sozialen Medien waren Transparente mit den Worten „Stop Deportation“ und „Afghanistan ist nicht sicher!“ zu sehen.
Ein Bündnis aus Flüchtlingsorganisationen hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Anlass war der Tag der Menschenrechte am Sonntag. Die Veranstalter werfen Bund und Ländern vor, abgelehnte Asylbewerber bald verstärkt zurück nach Afghanistan schicken zu wollen. Hintergrund ist das Rücknahmeabkommen, dass die Bundesregierung im Oktober mit der afghanischen Regierung vereinbart hat. Die deutschen Behörden haben bisher darauf verzichtet, abgelehnte Asylsuchende in das von Kriegen in weiten Teilen verwüstete Land zurückzuschicken. (dpa)
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