■ Dementi: Bärbel Bohley-betr.: "Alles Opfer, oder was?", taz vom 1.12.1994
Bärbel Bohley weist die gestrige Anmerkung der Redaktion zu ihrer Erklärung zurück, wonach der Autor des Artikels „Alles Opfer, oder was?“ vom 1.12.1994 vor einigen Wochen versucht habe, mit ihr ein Gespräch über den Fall der KZ-Aufseherin Margot Kunz und ihr Verhältnis zur „Gedenkbibliothek“ zu führen. Die Aussage „ich möchte darüber nicht reden“, betont Bohley, sei keineswegs im Zusammenhang mit der von der taz aufgedeckten Haftentschädigung für die KZ-Wärterin gefallen, sie habe von diesem Vorgang erst aus der taz erfahren.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen