: DeCuellar für Ende des Wirtschaftsembargos
Genf (taz) — UNO-Generalsekretär Perez de Cuellar hat sich gegen die Beibehaltung der im letzten Herbst gegen den Irak verhängten Wirtschaftssanktionen ausgesprochen. In einem Interview mit dem französischen Fernsehen erklärte de Cuellar am Wochenende, „einzig das irakische Volk selber“ habe das „Recht, über die künftige Führung des Landes zu bestimmen“.
Die USA, Großbritannien und andere Mitglieder der Kriegskoalition gegen den Irak wollen die Sanktionen so lange aufrechterhalten, wie Saddam Hussein an der Macht bleibt. Einen in ihrem Antrag für die jüngste Resolution des UNO-Sicherheitsrates ursprünglich enthaltene entsprechende Passage zogen die USA im Laufe der Beratungen zwar zurück, um eine Mehrheit für den Textentwurf nicht zu gefährden. In der beschlossenen Resolution findet sich jedoch auch keine Formulierung zur Aufhebung der Sanktionsbeschlüsse vom Herbst 1990. azu
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen