: „David und Goliath“ protestieren vor Bayernwerk-Verwaltung
München (dpa) - Atomkraftgegner der Initiative „David gegen Goliath“ haben am Montag vor dem Verwaltungsgebäude der Bayernwerk AG in München protestiert. Sie forderten das Unternehmen zu einer verbindlichen Erklärung auf, das Atomkraftwerk Isar I in Ohu bei Landshut solange nicht ans Netz gehen zu lassen, bevor nicht alle acht verloren gegangenen Stahlkugeln gefunden und entfernt sind. Selbst der Ausbau des Reaktorkerns müsse ernsthaft in Erwägung gezogen werden, sollten sich die Kugeln auf eine andere Weise nicht finden lassen. Ende Juli waren 67 Kugeln aus einem geborstenen Kugellager in den Druckbehälter gestürzt, 59 konnten geborgen werden.
Für die Inbetriebnahme des Kraftwerks fehlt noch die Genehmigung des bayerischen Umweltministeriums. Das Bayernwerk ist zuversichtlich, eine Erlaubnis noch in dieser Woche zu erhalten. Ein Sprecher des Umweltministeriums deutete an, daß in absehbarer Zeit eine Entscheidung fallen werde. Voraussetzung für das Anfahren des Reaktors sei, daß der Reaktorkern hunderprozentig kugelfrei ist. Eine Betriebsgenehmigung könne erteilt werden, auch wenn im Druckbehälter noch Stahlkugeln sein sollten. SPD, Grüne und Atomkraftgegner wollen das Kraftwerk solange still liegen lassen.
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