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Daß Menschen anderen Menschen so etwas antun

■ betr.: Die diversen Artikel zum Terroranschlag in Oklahoma-City

In vielen Stellungnahmen, vor allem auch von Politikern, zum Terroranschlag in Oklahoma-City wird betont, daß man es ganz und gar nicht verstehen kann, daß Menschen anderen Menschen so etwas antun. Ich habe solche Gedanken auch. Aber: Genausowenig verstehe ich, daß sich amerikanische Politiker, insbesondere Gouverneure und Gouverneursaspiranten, damit brüsten, schon viele Personen durch die Todesmaschinerie der Todesstrafen- Vollstreckung getötet zu haben, beziehungsweise versprechen, noch viele weitere töten zu lassen; daß die Wiedereinführung der Todesstrafe als ein Fest gefeiert wird (New York).

Die Devise dabei ist offenbar: Manche Menschen – grausam hin, grausam her, Menschlichkeit hin, Menschlichkeit her – muß man umbringen. Trägt dieser Standpunkt nicht seinen guten Teil zur Brutalisierung der Gesellschaft bei? Letztlich: Sind dieser Standpunkt und der vermutliche Standpunkt der Terroristen so verschieden voneinander? Manfred Krämer, Bayreuth

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