: Das "rot-grüne" Chaos
■ betr.: "Modell Hessen", taz vom 25.3.92
betr.: „Modell Hessen“ von Klaus- Peter Klingelschmitt, taz vom 25.3.92
[...] Alles Schwadronieren über gelungenes professionelles Politmanagement kann nicht darüber hinwegtäuschen: Ausgeblieben ist nicht nur das „rot-grüne“ Chaos, ausgeblieben ist auch der erwartete und versprochene Richtungswechsel in der hessischen Landespolitik, nicht zuletzt in der Umweltpolitik.
Die Ausweitung der Sondermüllverbrennung, der Bau neuer Überland-Stromstraßen und eine Verkehrspolitik, die Krauses Autobahnfetischismus nicht viel mehr entgegenzusetzen hat als den Ausbau bestehender Bundesstraßen, — das sind wohl kaum Antworten auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit.
Die Bilanz der hessischen Naturschutzverbände nach einem Jahr rot- grüner Regierung fiel demgemäß äußerst kritisch aus.
Niemand hatte den Anspruch an diese Landesregierung — wie Fraktionssprecher v. Plottnitz unterstellt —, „die Welt von heute auf morgen zu heilen“. Aber wenn es „nur“ darum geht, sie „vor dem Kollaps zu bewahren“: Daß Hessens Regierung hierzu einen Beitrag leistet ist bislang nicht eindeutig erkennbar. Gewiß, Realpolitik erfordert „einen langen Atem“, — auch wenn wir zunehmend befürchten müssen, daß die Luft uns vorzeitig wegbleibt. Was in Hessen allerdings Unbehagen auslöst: Es ist nicht immer zu erkennen, in welche Richtung die „Politik der kleinen Schritte“ führt. Richard Kallok, Kaufungen
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