piwik no script img

Das WM-Teil XXII„The Hoff“ steht auf Schland

Fußball, Bier, Sexismus, Schland sowie ein Hundeorakel und David Hasselhoff. Und das alles in nur zwei Minuten und 20 Sekunden. Toll!

Ja was denn nun: Schland oder USA? Bild: dpa

David Hasselhoff braucht Geld. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich „The Hoff“ mittlerweile für keine Hanswurstiade mehr zu schade ist. Auf seiner Facebook-Seite hat er am Tag des WM-Finals nun ein ganz besonderes Schmankerl gepostet: Ein Video, in dem er für einen den Kopfhörer-Hersteller wirbt – und zwar als ultimativer Schland-Fan.

„The Hoff“ kommt nach Hause, stellt K.I.T.T. ab, schmeißt seinen gealterten Strandkörper in schwarz-rot-goldene Klamotten und schreitet zum Pool. Dort wirft er zwei Bälle ins Wasser – einen in den deutschen Nationalfarben und einen in argentinischem Blau. Mit den Worten „You've never been wrong“ beschwört er das Orakel: einen Yorkshire Terrier. Der springt rein und taucht den Schland-Ball raus, eh klar.

Wie Hasselhoff sich inbrünstig in Endspiel-Stimmung bringt, wie er sich von einer blonden Dame im Dirndl Bier und Breze servieren lässt, überhaupt: Wie er sich auf diesen „hofftastic day“ vorbereitet – das ist alles dermaßen absurd, dass sogar dem sprechenden Auto K.I.T.T. die Sprache wegbleibt.

Fußball, Bier, Sexismus und „The Hoff“ himself – das Video hat einfach alles. In den WM-Stadien sind die Kopfhörer zwar verboten (die Spieler sollen bitte Modelle des Hauptsponsors tragen), doch der Hersteller macht mit seinen Guerilla-Werbeaktionen trotzdem ständig auf sich aufmerksam. Allein das Video „The Game Before The Game“ wurde seit Beginn des Turniers knapp 23 Millionen Mal geklickt.

Mit David Hasselhoff könnte das nun auch klappen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Video des früheren Baywatch-Darstellers zum Klick-Hit wird. Wobei: Vielleicht hätte man „The Hoff“ noch beim Verspeisen der Breze zeigen sollen.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare