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■ Das PortraitArbeitskämpferin

Einen „Bombenerfolg“ sieht die zweite auf der Liste der Bremer Wählerinitiative „Arbeit für Bremen“ in den 10,7 Prozent, mit denen die AfB ins Landesparlament einziehen wird. Seit Beginn ihres Wirkens für die im Februar gegründete AfB weiß jeder in Bremen, wer Elke Kröning ist. Ehemann Volker gehörte seit 1983 der Bremer Landesregierung an, war zeitweise unausgesprochener Herausforderer des angeschlagenen Bürgermeisters Wedemeier und zog 1994 als Bundestagsabgeordneter für die SPD nach Bonn. Auch Elke Kröning war vor Jahren in der SPD aktiv gewesen und verzichtete dann zugunsten ihres Mannes auf eine Parteikarriere.

Nun, wo die Kinder fast erwachsen und die Ambitionen ihres Mannes fürs erste nicht mehr aktuell sind, hat die Lehrerin sich als AfB-Mitgründerin ins Zentrum des politischen Geschehens gerückt. Mit einer geharnischten Kritik an Bürgermeister Wedemeier stieg sie im Februar ins politische Geschäft ein: „Von diesem Regierungschef geht nichts an Kreativität aus, nichts an wirklicher Initiative.“

Wirtschaftspolitische Kompetenz – das ist der Magnet, mit dem die neue Wählervereinigung Mitglieder vom rechten Rand der SPD angezogen hat und einen Gutteil zur deren Niederlage beigetragen hat. Kurz vor dem Eintritt ins Rentenalter hatte der langjährige Sparkassen-Vorstand Friedrich Rebers, seit jeher wie Elke Kröning SPD-Mitglied, unter dem Motto „Eine Demonstration gegen diese so festgefahrene Parteienlandschaft“ der SPD den Kampf angesagt.

Elke Kröning Foto: Niklai Wolff

Neben der Frau des früheren Finanzsenators gewann er auch den Dirigenten und E-Musikchef von Radio Bremen, Klaus Bernbacher, für seine Initiative sowie den früheren Wirtschaftssenator Lenz und weitere illustre Namen. Der Name „Arbeit für Bremen“ steht für die Forderung, daß Arbeiter und Unternehmer gemeinsam die Riemen anlegen sollten, um Bremen aus dem wirtschaftlichen Sumpf zu ziehen.

Bei all ihrem Engagement für AfB wäre Elke Kröning allerdings auch einem SPD- Bürgermeister Volker Kröning gegenüber wohlgesonnen. Schon am Wahlabend unterschied sie deutlich zwischen der Bundes- und der erfolglosen Landes-SPD. Wenn die Zeichen in Bremen aber auf Rot-Grün stehen, wird Volker Kröning in Bonn ausharren müssen, während seine Frau in der Opposition alles daran setzen wird, daß Wedemeier den Platz frei macht. K.W.

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