Das Ding, das kommt: Nastrovje!
Foto: Achim Raschka/ Wikimedia Commons
Keine Fuselöle, keine künstlichen Aromen, farblos, glasklar, fast geschmacksneutral. Nicht mal eine richtige Alkoholfahne! Seelenlosere Spirituosen als den übersetzt ja auch nur „Wässerchen“ bedeutenden Wodka gibt es kaum. Gerade deshalb kann man ihn ja so gut überall reinkippen: als Treib-, respektive Sprengstoff in die russische Seele, als Medizin in Wunden – und natürlich in alle nur erdenklichen Mixgetränke.
Auch für die Hamburger Datscha-Partys ist er unverzichtbare Grundzutat. Umso wilder lassen sich die anderen Zutaten dazumischen, vor allem die am liebsten wilde Musik, etwa die der Amsterdam Klezmer Band. Die destilliert seit inzwischen 20 Jahren aus Zirkusmusik, Balkan-Melodien, russischen Straßenschnulzen und jiddischem Rap hochprozentigen Tanzflächentreibstoff, mit dem sie an diesem Samstag dann auch gleich zum 15. Datscha-Geburtstag anstößt. Zum Selbertrinken ist das natürlich noch zu jung. MATT
Sa, 9. April, 21 Uhr, Hamburg, Fabrik
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