piwik no script img

Darsteller umgelegt

Französische Gewerkschaften äußern Bedenken

LYON dpa/taz ■ Ein treffsicherer Jäger hat einen Löwen erlegt, der bei Filmarbeiten aus einem französischen Schloss geflohen war. Nach Angaben der Polizei vom Montag war das Tier während der Dreharbeiten in Vernaison bei Lyon aus einem offenen Fenster gesprungen und wollte im Schlosspark in ein Jugendheim eindringen. Das 250 Kilogramm schwere Tier sei an diesem Tag „schlecht gelaunt“ gewesen, sagte der Dompteur. Feuerwehr und Polizeibeamte warteten noch auf den Tierarzt mit einer Betäubungsspritze, als ein Jäger das Raubtier mit drei Schüssen niederstreckte. Die Justiz ermittelt nun, ob die Produzenten des Kurzfilms eine Genehmigung für den Löweneinsatz hatten und ob „schlechte Laune“ auch in Zukunft die Erschießung von Film-Darstellern rechtfertigen wird. Französische Schauspiel-Gewerkschaften äußerten ihre Bedenken gegen diese Praxis.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen