: Daewoo ohne Schiffe
■ Südkoreanischer Konzern verkauft Werften. Deutsche fürchten Konkurrenz
Berlin (taz/AFP) – Der südkoreanische Industrieriese Daewoo hat angekündigt, den Unternehmensbereich Schiffbau für rund 7,6 Milliarden Mark an mehrere japanische Schiffbauer zu verkaufen. Wie Konzernchef und Firmengründer Kim Woo-Choong in Seoul mitteilte, ist der Verkauf Teil einer völligen Umstrukturierung – künftig baut der Konzern fast nur noch Autos. Die Werften bringen Gewinn und 43 Prozent des jährlichen Umsatzes des Konzernbereiches Schwerindustrie.
Der Verband Schiffbau und Meerestechnik in Hamburg befürchtet durch den Rückzug von Daewoo eine weitere Konzentration auf dem Weltmarkt. Japan und Süd-Korea produzieren drei Viertel der Handelsschiffe weltweit.
Bereits in der vergangenen Woche hatte der britisch-norwegische Kvaerner-Konzern angekündigt, sich vom Bereich Schiffbau trennen zu wollen. Davon betroffen ist auch die Warnow-Werft in Rostock-Warnemünde. maf
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen