: Dach für Schuldenberater
■ Förderverein soll Sozialverbände entlasten
Die bundesweit erste Fachberatungs- und Koordinierungsstelle für Schuldenberatung auf Landesebene wurde gestern in der Vahr eröffnet. Sie dient als Dachorganisation aller Bremer Vereine und Institutionen, die Schuldenberatung anbieten. Dazu zählen neben Arbeiter- und Angestelltenkammer die Verbraucherzentrale und zahlreiche Sozialverbände.
Der Verein hat einen jährlichen Haushalt von 240.000 Mark zur Verfügung, der zu 80% von der Senatorin für Gesundheit und Soziales bereitgestellt wird. Das restliche Geld wird durch Spenden und Drittmittel aufgebracht. Die Vereinsgründung sei „angesichts 17.000 akut überschuldeter Haushalte in Bremen längst überfällig“, erklärte dessen stellvertretender Vorsitzender, Günther Kornblum. In Bremen sind derzeit etwa 400.000 Haushalte registriert.
Zu den wesentlichen Aufgaben des Vereins zähle die Entlastung der Berater, damit diese endlich wieder Sozialarbeit leisten können, erklärte Referent Ulrich Groth. Dazu gehört die Fortbildung für BeraterInnen, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung. Überschuldung, so Kornblum, sei nicht die Schuld des einzelnen. Erhöhte Arbeitslosigkeit und drastische Mieterhöhungen beträfen immer breitere Bevölkerungsschichten, die auf qualifizierte Beratung und Hilfe angewiesen seien.
KaM
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen