piwik no script img

"Da war kein Mitgefühl"

Prozess Ermittler sagen im Fall Silvio S. aus

Der mutmaßliche Kindermörder Silvio S. soll bei der Polizei ohne Gefühlsregung geschildert haben, wie er Mohamed (4) erdrosselte. "Da war kein Mitgefühl", sagte eine Vernehmungsbeamtin (44) am Dienstag im Prozess zum Tod der kleinen Jungen Mohamed und Elias.

Die Kriminalbeamtin hatte mit S. kurz nach dessen Festnahme im Oktober über die Tat gesprochen. "Er sagte, dass das sein musste, weil er Mohamed nicht ruhig bekommen hätte und er zur Arbeit musste." Er soll Mohamed vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales entführt und später missbraucht haben. Laut der Aussage des Angeklagten bei der Polizei musste der Vierjährige sterben, weil er sich nicht an den sexuellen Handlungen beteiligen wollte und zu quengeln begann.

Die Anklage wirft dem 33-Jährigen aus Brandenburg die Entführung und Ermordung von Mohamed und Elias vor. Im Prozess verweigerte der Mann bisher die Aussage. Ein Urteil wird Ende Juli erwartet. (dpa)

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen