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■ MediaBazaarDSF droht mit Klage

München/Berlin (AP/taz) – Das aus Tele5 hervorgegangene Deutsche Sportfernsehen (DSF) hat rechtliche Schritte gegen die Verweigerung einer Sendeerlaubnis in Berlin-Brandenburg angekündigt. Der Münchner Sender erklärte am Dienstag, er werde Schadenersatz verlangen. Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat die Einspeisung des zum Jahresbeginn gestarteten Programms ins Kabelnetz verweigert und die von der Bayerischen Landeszentrale (BLM) für neue Medien erteilte bundesweit geltende Sendezulassung beanstandet. Der Medienrat sieht darin einen Verstoß gegen die Konzentrationsbestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages. Die BLM durfte nach Auffassung des Berliner Medienrats die Sendelizenz nicht erteilen, weil die Kirch-Gruppe mit dem DSF mehr als die erlaubten zwei Programme veranstalte (die Kirch- Familie ist neben Pro7 und dem Kabelkanal auch bei Sat.1 engagiert). Außerdem wird angenommen, daß „Verbundstrukturen“ zwischen Pro7 und dem DSF bestehen und Gewinne an Pro7 abgeführt werden. DSF-Geschäftsführer McLoughlin wertete die Aussperrung aus dem Berliner und Brandenburger Kabelnetz als „Willkürakt“. Die bayerischen Grünen begrüßten hingegen den Vorstoß gegen die Lizenzpolitik der „CSU-dominierten“ BLM.

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