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DKP-Spitze säubert Präsidium

Bonn (dpa) - Die Führung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) will die Bildung von Fraktionen durch Abweichler nicht zulassen. Der Parteivorstand wählte am vergangenen Wochenende zwei Mitglieder seines Präsidiums Birgit Radow und Werner Stürmann - ab, weil sie sich an der Organisierung von „Strömungstreffen“ der sogenannten Erneuerer in der DKP beteiligt hatten und diese Aktivitäten verteidigten, teilte die stellvertretende DKP-Vorsitzende Ellen Weber am Montag vor Journalisten in Bonn mit.

Mit diesem Beschluß sollten nicht strittige Ansichten über den künftigen Weg der Partei aus dem Weg geräumt werden. Der „Knackpunkt“ sei aber die Schaffung eigener Strukturen, die von den Betroffenen auf „Geheimtreffen“ vorbereitet worden seien. Frau Weber wollte nicht ausschließen, daß die Entscheidung zu einer Austrittswelle führen könne. Ein weiteres Präsidiumsmitglied - Heinz Jung - sei aus Gesundheitsgründen zurückgetreten und habe auch seine Funktion als Chef des Partei-„Instituts für marxistische Studien und Forschung“ in Frankfurt niedergelegt. Dagegen hieß es von Anhängern der Reformer, Jung sei aus Protest gegen die Entfernung der Kritiker zurückgetreten. Sie befürchteten, der Beschluß des Parteivorstandes könne eine Säuberungswelle in der Partei auslösen.

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