: DER PARASIT
(aus grch. „Tischgenosse“) der;
1. im Altertum Tischgenosse eines Gottes bei kult. Götterbewirtung. Seit dem 5. Jahrh. v. Chr. heißen Bürger und Freunde P., die sich bei Reichen uneingeladen oder als Gäste eines Gastes zum Essen einfinden. Der P. war eine feststehende Figur der mittleren und neuen Komödie, kommt aber schon früher (ältere griech. Komödie, ARCHILOCHOS) vor. Oft mußte er sich die gemeinsten Hänseleien gefallen lassen.
2. Biologie: Ein Lebenwesen, das auf Kosten seines jeweiligen Wirts lebt (Parasitismus), ohne diesen unmittelbar zu töten, das ihn jedoch durch Nahrungsentzug, durch seine Ausscheidungen u.a. schädigen und dadurch parasitäre Krankheiten hervorrufen kann. (siehe: Schmarotzer)
(Brockhaus)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen