: DAS WETTER: BEBEN VON BEBRA
Makrelen, Makrelen, nichts als Makrelen. Am Fischkopp-Treff des Magdeburger Hauptbahnhofs war die Versorgungslage mau. Der montägliche Güterzug mit der Meeresfrüchtekiste war bei Rostock in einen Pfeiler gerast. Jetzt hieß es Improvisieren mit Makrelen für den rotwangigen Beben von Bebra. Seit 1969 betrieb der studierte Orientalist den Fischkopp-Treff, und da es zu DDR-Zeiten sowieso immer nur Makrelen gab, fiel ihm das Improvisieren mit Makrelen leicht. Geschwind schnibbelte er Kartoffeln und Suppengrün in eine bullernde Bouillon, ließ Makrelenstückchen hineingleiten – fertig war der Eintopf. Doch wo blieb nur sein Bruder, Hagen von Bebra? Beben brauchte ihn dringend, mussten doch noch 200 Makrelenfilets gehäutet werden.