Nach Zusammenstößen auf Molukken: Christen fordern Friedenstruppe für Ambon
Berlin (taz) – Kirchenführer von den indonesischen Molukkeninseln forden die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe, sollte es dem Militär nicht gelingen, die tödliche Gewalt zwischen Christen und Muslimen unter Kontrolle zu bringen. In einer Erklärung des indonesischen Kirchenrates, aus der gestern die Jakarta Post zitierte, sprechen die Kirchenführer von „Völkermord“ und machten die Handhabung des Konflikts durch das Militär für viele der Toten verantwortlich.
Sollte das Militär die Verantwortung für die Situation ablehnen, sei es besser, die Soldaten abzuziehen und durch eine internationale Friedenstruppe zu ersetzen, so die Erklärung. Seit Sonntag sind auf den Molukkeninseln Ambon, Buru und Seram bei gewaltsamen Konflikten mindestens 67 Menschen getötet worden, seit Jahresanfang sind es bereits über 700. han
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