piwik no script img

China: Erneut Exekutionen

PEKING dpa ■ Am Wochenende wurden in China weitere 61 Menschen exekutiert, in der Provinz Hubei und auf der Insel Hainan. Damit stieg die Zahl der seit vergangenen Freitag vollstreckten Todesurteile auf insgesamt 89. Live im Fernsehen übertragen wurde am Samstag zudem die dreistündige Verkündung der Todesurteile gegen Mitglieder einer Bande vor einem Volksgericht in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. Die Todesurteile trafen den mutmaßlichen Bandenchef Zhang Jun und zehn seiner zahlreichen Komplizen, darunter fünf Frauen. Die breite Publizität für die Todesstrafe ist Teil der Kampagne „Hart durchgreifen“, die sich gegen das organisierte Verbrechen richten soll. So hat Zhang Juns Bande innerhalb von 8 Jahren angeblich 28 Menschen umgebracht. Zuletzt soll sie fünf Menschen in der Stadt Changde erschossen haben, und zwar während des Überfalls auf einen Geldtransporter, der sich als leer erwies.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen