piwik no script img

Chilenischer Ex-Agent verurteilt

BUENOS AIRES epd ■ Der ehemalige chilenische Geheimagent Lautaro Arancibia Clavel ist am Montag in Argentinien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Buenos Aires sah es als erwiesen an, dass der 56-Jährige an der Ermordung des ehemaligen chilenischen Heereschefs Carlos Prats und dessen Frau im Jahr 1974 in Argentinien beteiligt war. Prats war nach dem Militärputsch Augusto Pinochets in Chile nach Argentinien ins Exil gegangen und dort durch eine Autobombe getötet worden. Der Verurteilte kündigte Berufung an. Er sitzt seit 1996 in Argentinien in Untersuchungshaft. Wegen des Anschlags auf Prats hat Argentinien auch die Auslieferung von Ex-Diktator Pinochet beantragt, weil er den Mord angeordnet haben soll. Ausgeführt wurde der Anschlag offenbar von einem ehemaligen Agenten des CIA, Michal Townley, der die Tat gestand und in den USA unter Zeugenschutz steht.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen