Chemie-Nobelpreis: Chemie der Zielmoleküle
Der Chemie-Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Forscher aus den USA und Dänemark. Barry Sharpless erhält den Preis zum zweiten Mal.
Foto: Christine Olsson/reuters
ap/taz | Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an drei Forscher aus den USA und Dänemark. Ausgezeichnet werden Carolyn Bertozzi und Barry Sharpless aus den USA und Morten Meldal aus Dänemark für ihre Forschungen auf dem Gebiet der bioorthogonalen Chemie und der Click-Chemie, wie die Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch bekanntgab.
Sharpless erhält als fünfter Forscher überhaupt zum zweiten Mal einen Nobelpreis; er war bereits 2001 mit dem Chemie-Nobelpreis geehrt worden. Das Konzept der Click-Chemie wurde 2001 von Sharpless mit Hartmuth C. Kolb und M. G. Finn begründet und beschreibt eine Möglichkeit, schneller und zielgerichteter Zielmoleküle aus kleineren Einheiten zu synthetisieren, ähnlich wie die Natur sie durchführt.
Im vergangenen Jahr waren der Deutsche Benjamin List und der Amerikaner David MacMillan für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse mit dem Chemie-Nobelpreis geehrt worden.
Jeder Nobelpreis ist mit 10 Millionen Schwedischen Kronen dotiert (gut 920.000 Euro). Die Verleihung erfolgt am 10. Dezember, dem Todestag des schwedischen Stifters Alfred Nobel, der 1896 starb.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert