: Chaos ums Kondom
■ Pariser-Automat am Studententreff störte den Prof
Frankfurt (taz) — Der Dekan der Fachschaft Medizin an der Frankfurter Uni-Klinik kümmerte sich höchstpersönlich um eine so alltägliche Erscheinung wie einen Kondom-Automaten. Der Automat, der drei Monate lang an der Außenwand des studentischen Kommunikationszentrums hing, „muß weg“, befand Prof.Dr. Groß. Er habe den Warenverkauf nicht gestattet, außerdem hänge der Automat wegen der nahegelegenen Kinderklinik „ungünstig“. Der vom Fachschaftsrat bestellte Pariser- Kasten wurde abgehängt, der Streit allerdings geht weiter.
Die StudentInnen bereicherten den umfangreichen Schriftwechsel nun durch eine Presseerklärung. Der Automat sei von der Kinderklinik weit genug entfernt gewesen, zudem durch Bäume verdeckt. Der Geldeinwurf, gingen sie dann ins Detail, sei immerhin in Höhe von „1,80 Meter angebracht“, und „es mußten mindestens fünf Mark eingeworfen werden“. Den Einwand des Dekans, Kinder könnten „Zugriff“ auf die Kondome bekommen, konterten sie, daß ihnen bisher dadurch „noch keine Gesundheitsgefährdung“ bekannt geworden sei. hei
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen