: CSU: Embryonenschutz geht nicht weit genung
Köln (afp) - Kritik am Entwurf des Embryonenschutzgesetzes, den das Bundeskabinett diese Woche verabschiedete, hat die bayerische Justizministerin Mathilde Berghofer-Weichner geübt. Der Entwurf gebe „auf viele wichtige Fragen keine Antworten“. Unter Hinweis auf weitgehende Übereinstimmung zwischen CSU, SPD und Grünen in vielen Punkten zeigte sich die Ministerin überzeugt, daß dieser Gesetzentwurf so den Bundesrat nicht passieren wird. Als wesentliche noch zu klärenden Punkte nannte die Politikerin die Frage, unter welchen Umständen eine Retortenbefruchtung überhaupt zulässig sei oder ob Samenspenden von „Dritten“ verwendet werden dürften, also von Männern, die keine Verantwortung für „ihr“ Kind übernehmen wollten. Ferner stehe die Frage im Raum, ob zugelassen werden soll, daß alleinstehende und in nichtehelicher Gemeinschaft lebende Frauen künstlich befruchtet werden, obwohl das dem Wohl des Kindes widerspreche.
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