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CDU weiß: Leistung bildet

■ Neuer Bildungsprogramm-Entwurf der Partei vorgelegt: Schulzeitverkürzung und „Renaissance des Leistungsprinzips“

Bonn (dpa) – Der CDU-Bundesparteitag will im September in Berlin über das erste gesamtdeutsche Bildungsprogramm der Partei entscheiden. Ein Diskussionsentwurf wurde vom CDU-Fachausschuß Kulturpolitik am Dienstag nach Zustimmung im Bundesvorstand der Presse präsentiert. Als Leitidee nannte CDU-Generalsekretär Peter Hintze, daß Leistung wieder stärker über Bildungs- und Beschäftigungschancen entscheiden müsse. Das Programm, das auch auf die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre hinzielt, wolle eine „Renaissance des Leistungsprinzips“.

Hintze und der Parlamentarische Staatssekretär des Bildungsministeriums, Norbert Lammert, wollen eine Stärkung des Erziehungsauftrags der Eltern, dem Staat komme außerhalb der Schule keine „konkurrierende Erziehungskompetenz“ zu. Ziel der Schul- und Bildungspolitik der CDU sei die gegliederte, differenzierte und begabungsgerechte „humane Leistungsschule“. Jede Schulart – Haupt- und Realschule sowie Gymnasium – soll ihren Abschluß selbst vergeben. Als Beispiel nannte Lammert einen Gymnasiasten, der nach dem zehnten Schuljahr abbricht und bislang automatisch die Mittlere Reife erhält. Den CDU-Vorstellungen zufolge muß er künftig an der Realschule eine Extraprüfung absolvieren. Die CDU bleibt beim Nein zur integrierten Gesamtschule und der Orientierungs- und Förderstufe nach Klasse vier, die „unverantwortlichen Zeitverlust“ bedeute.

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