: Bundesrat beschließt Maut
taz | Der Bundesrat hat überraschend der Pkw-Maut zugestimmt. Möglich wurde dies, weil sich Thüringen der Stimme enthielt. Westliche Bundesländer, die aus Furcht um den kleinen Grenzverkehr die Vignettenpflicht ablehnten, erlangten keine Mehrheit. Sie wollten ursprünglich den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, was die Maut verzögert hätte.„Ich lehne die Maut ab“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Aber der Weg über den Vermittlungsausschuss führe nicht weiter. Künftig müsse über eine europaweite Vignettenregelung geredet werden. In Tschechien, nahe Thüringen, gilt schon lange die Vignettenpflicht. Bayern, das die Maut forcierte, hatte offenbar mit Nachteilen im Länderfinanzausgleich gedroht, falls die Maut scheitere. Unterschreibt der Bundespräsident das Gesetz, tritt es sofort in Kraft. Erhoben wird die Maut erst später. ROT
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen