: Btx-Angebote auf dem Index
Bonn (ap) - Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn hat vier Angebote im Bildschirmtext (Btx) indiziert. Ihr Vorsitzender Rudolf Stefen sagte am Donnerstag, es handele sich um Texte aus Pornobüchern, die für 9,99 Mark pro Seite zu lesen gewesen seien. Wer die Seiten unter den Schlagworten „A.M.O.R. Erotik“, „Eis ohne Höschen“, „Btx-Sex Galerie“ und „Ramses, der Ägypterkönig“ jetzt noch anbiete, mache sich strafbar. In der am gleichen Tag veröffentlichten Zeitschrift 'BPS-Report‘, die Stefen herausgibt, berichtete der Berliner Referent für Jugendschutz, Thilo Geisler, mittlerweile würden über Btx „sexistische Geschichten in fragwürdiger Qualität“, Angebote von Prostituierten und Kontaktanzeigen veröffentlicht. Auch Pornovideos könnten über das System angefordert werden, obwohl der Versandhandel mit ihnen verboten sei.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen