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Bruderkrieg im Libanon

■ Arafat-Anhänger und -Gegner beschießen sich im Flüchtlingslager

Ain al-Helue (AFP) – Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von PLO- Chef Jassir Arafat im palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Helue im Südlibanon sind sechs Menschen getötet und etwa 30 verletzt worden. Die Kämpfe waren am Montag entbrannt und gestern wieder eingestellt. Vier Anhänger Arafats und zwei seiner Gegner wurden getötet. Dutzende palästinensische Familien flohen. Die libanesische Armee versetzte ihre am Rande des Lagers stationierten Soldaten in Alarmbereitschaft.

Die Auseinandersetzungen wurden vorerst aufgrund einer Übereinkunft beendet, auf die sich das „Volkskomitee des Lagers“ geeinigt hatte. In dem Komitee sind Vertreter aller palästinensischen Gruppierungen vertreten. Kämpfer des Arafat-Anhängers Abu Wael al-Muntasser bekämpften sich mit den Gefolgsleuten des abtrünnigen Fatah-Offiziers Chalid asch-Schaib. Auch der mächtigste Militärchef des Lagers und Arafat-Gegner Munir Makdah schaltete sich in die Kämpfe ein. Die von Arafat geführte Fatah ist die größte Gruppierung innerhalb der PLO. Makdah drohte, der Kampf werde bis zum Sieg über die „korrupte Höhle“ der Arafat-Führung fortgesetzt. Die Gegner Arafats bekämpfen dessen Autonomie-Abkommen mit Israel

Kommentar Seite 10

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