: Briten bleiben vorerst Anführer
LONDON/KABUL afp ■ Wegen der nach wie vor unsicheren Nachfolge wird Großbritannien vorerst die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) weiter führen. Die geplante Übergabe des Kommandos verzögere sich, sagte Außenminister Jack Straw gestern. Er sei nicht „absolut sicher“, dass die Türkei das Kommando im kommenden Monat übernehme, so Straw. „Sie sind aber bemüht darum, wenn die Bedingungen stimmen.“ Die Türkei hatte schon vor Monaten ihre Bereitschaft zur Übernahme des Kommandos bekundet, jedoch einige Bedingungen gestellt.
Die Soldaten der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan werden nach französischen Militärangaben von mutmaßlichen Terroristen der Al-Qaida-Organisation bedroht. Seit einigen Wochen gebe es Vorbereitungen, Isaf-Soldaten zu entführen, um sie gegen inhaftierte Taliban- und Al-Qaida-Kämpfer austauschen zu können, sagte ein Vertreter des französischen Isaf-Bataillons gestern in Kabul.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen