: Bremer Berufsbildung „bedenklich“
■ Gewerkschaftsbund kritisiert die Bildungspolitik der Ampel
Der DGB Bremen sorgt sich um die berufliche Bildung. In einer Stellungnahme kritisieren die GewerkschafterInnen die Sparpläne des Senats. Sie befürchten erhebliche Qualitätseinbußen für die Berufsbildung, sollten die geplanten Kürzungen umgesetzt werden. „Bremische Bildungspolitik darf nicht allein von solchen Bevölkerungsschichten beeinflußt werden, die sich besonders gut und lautstark zu artikulieren verstehen“, heißt es in der Erklärung.
Durch die Einführung neuer Gymnasien werde die Einbindung der beruflichen Bildung in die Sek II-Zentren gefährdet, kritisiert der DGB, und durch die geplanten Stellenkürzungen wachse kein qualifizierter Nachwuchs in den Kollegien nach. Damit sei der Ausbildungsstandard und die Chancengleichheit gefährdet, meinen die Gewerkschafter, und ein Standortfaktor für Bremen geschwächt. Höhere Klassenfrequenzen, eine schlechtere Ausstattung der Schulen und ausbleibende Baumaßnahmen gefährdeten den „hohen Bremer Standard“. Für die SchülerInnen- LehrerInnen-Relation sollten nicht andere Bundesländer, sondern vergleichbare Großstädte herangezogen werden, fordert der DGB.
taz
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen