: Bremen hat Bundesgeld sicher
■ Vereinbarung zur Sanierung von Bremen und Saarland unterzeichnet
Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), der saarländische Finanzminister Hans Kasper (SPD) und Bremens Finanzsenator Volker Kröning (SPD) haben am Freitag in Bonn die Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, in der die Einzelheiten zur Sanierung der beiden Länder geregelt werden. Danach steht nun endgültig fest, daß beide Länder vom Bund von 1994 bis 1998 jährliche Sanierungsleistungen von 1,8 Milliarden Mark (Bremen) und 1,6 Milliarden Mark (Saarland) erhalten. Diese Zahlungen dürfen nur zur Schuldentilgung verwendet werden.
Die beiden Länder, denen vom Bundesverfassungsgericht eine Haushaltsnotlage bestätigt worden war, verpflichten sich in der Vereinbarung, die jährliche Zuwachsrate ihrer Ausgaben nach den Empfehlungen des Finanzplanungsrates auszurichten. Diese Empfehlung liegt derzeit bei drei Prozent. 1997 wollen der Bund und die Länder gemeinsam überprüfen, ob zur Haushaltsstabilisierung weitere Sanierungshilfen erforderlich sind.
In einer Presserklärung betonte Waigel, der bei der Unterzeichnung persönlich nicht anwesend war, daß der Bund mit der Zahlung der Sanierungshilfen für die Zukunft keine finanzwirtschaftliche Garantiefunktion für die Länder übernommen habe. Die Pflichten der bundesstaatlichen Gemeinschaft im Föderalismus blieben nach seinen Worten unverändert und müßten auch der Haushaltssituation der neuen Länder Rechnung tragen. dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen