piwik no script img

Brauchwasser im Haus

Hauseigentümer können künftig nicht mehr allein entscheiden, wie im Haus die Leitungen für Trinkwasser installiert werden. Die ab nächstem Jahr geltende novellierte Trinkwasserverordnung sieht vor, daß Gesundheitsämter vor Ort mitreden.

So soll gesichert werden, daß aus jedem Wasserhahn auch die richtige Qualität von Trinkwasser gezapft wird. Damit wird formal und rechtlich nachvollzogen, was in den meisten Fällen tägliche Praxis ist. Das Gesundheitsamt soll künftig auch sicherstellen, daß gereinigtes Brauchwasser nur für die Toilettenspüling oder die Waschmaschine innerhalb des Hauses verwendet wird.

Daß Brauchwasser überhaupt innerhalb eines Hauses durch Leitungen fließen kann, wird in der neuen Trinkwasserverordnung auf Drängen der Bundesländer Hamburg und Niedersachsen stehen — gegen erhebliche Bedenken des Bundesgesundheitsamtes. Brauchwasserhähne neben Trinkwasserhähnen sind verboten.

taz

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen