: Brandstiftung gegen Ausländer
Nürnberg (dpa) - Im Nürnberger Aussiedlerlager ist innerhalb einer Woche zum vierten Mal Feuer gelegt worden. Kurz nach der Tat hat die Polizei am Samstag abend einen 19jährigen Angestellten eines Sicherheitsunternehmens als mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Das Feuer, das nur geringen Sachschaden anrichtete, war im 13. Stock eines der Wohntürme ausgebrochen. Der als Pförtner beschäftigte junge Mann dürfte auch die anderen Brände gelegt haben, bestreite aber alle Vorwürfe, berichtete die Polizei am Sonntag. Bei dem Feuer war in einem derzeit unbewohnten Zimmer eine Matratze in Flammen aufgegangen. Da der Pförtner den Brand sehr frühzeitig „entdeckte“, entstand nur ein Sachschaden von etwa 5.000 Mark. Das von mehreren hundert Spätaussiedlern bewohnte Hochhaus mußte nicht geräumt werden.
Beim größten Brand vergangene Woche hatte eine vierköpfige Familie Rauchvergiftungen erlitten. Es entstand Sachschaden von 100.000 Mark.
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