: Bolivien streikt gegen Drogenkrieg
La Paz/Rom (ips) — Arbeitnehmer aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Boliviens haben am Dienstag einen 24stündigen Streik begonnen, um gegen die vergangene Woche vom Parlament beschlossene Militarisierung des Drogenkrieges zu protestieren. Die „Arbeiterzentrale Boliviens“ (COB) warf der Regierung von Jaime Paz Zamora vor, sich mit der Zulassung von US-Militärberatern im Kampf gegen den Koka-Anbau völlig dem Diktat des US- Präsidenten Bush unterworfen zu haben. „Sie haben dem Land nichts Gutes gelassen“, kritisierte COB-Führer Santalla außerdem einen Parlamentsbeschluß, nach dem staatliche Bergbauminen nun an ausländische Konsortien vergeben werden können. Boliviens Arbeitsminster Oscar Zamora attackierte den Streik als „illegal“.
Für nächste Woche haben Boliviens Kleinbauern landesweite Straßenblockaden angekündigt, um gegen die mit der Vernichtung von Koka-Feldern einhergehende Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation zu protestieren.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen