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Boeing-Absturz in Indien

Wohl fast alle der 242 Insassen des Air-India-Flugs und auch Menschen am Boden tot

Beim Absturz einer Air-India-Maschine in der westindischen Stadt Ahmedabad sind nach Einschätzung der Polizei offenbar fast alle 242 Insassen sowie weitere Menschen an der Absturzstelle ums Leben gekommen. Die Passagiere des Fluges nach London stammten aus Indien, Großbritannien, Portugal und Kanada. Die BBC berichtete am Nachmittag dann von einem britischen Überlebenden. „Der Passagier ist im Krankenhaus und wird behandelt“, sagte der Polizeichef von Ahmedabad, Gyanender Singh Malik.

Da das Flugzeug in ein Wohngebiet stürzte, kamen dort ebenfalls Menschen ums Leben, erklärte der örtliche Polizeichef. Rettungskräfte und die Armee bargen bisher 204 Leichen – darunter Passagiere und Anwohner. 41 Verletzte werden behandelt.

Die Fluggesellschaft setzte einen Krisenstab und ein Hilfsteam für Angehörige ein. Die britische Regierung kündigte an, Ermittler zu entsenden, die bei der Aufklärung der Absturzursache helfen sollen.

Laut der indischen Behörde für zivile Luftfahrt verunglückte das Flugzeug vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner „direkt nach dem Start“. Es setzte demnach noch einen Notruf ab und stürzte dann außerhalb des Flughafengeländes ab. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie das Flugzeug mit nach oben gerichteter Nase schnell an Höhe verliert, abstürzt und in einem Feuerball aufgeht.

Wie ein Reporter von AFP berichtete, schlug das Flugzeug zwischen einem Krankenhaus und dem Viertel Ghoda Camp ein.

US-Flugzeugbauer Boeing erklärte, bei der Klärung der Unglücksursache mit Air India zusammenzuarbeiten. Es ist der erste Absturz des Typs 787 Dreamliner, der seit 2011 im Einsatz ist. An der New Yorker Börse verlor die Boeing-Aktie nach Handelsbeginn mehr als 5 Prozent. (afp)

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