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Blutregel im Reitsport

Olympia 2024: Pferd mit Blut am Maul Foto: dpa

Deutscher Reitverband gegen „No-Blood-Rule“ heißt es, im Deutschen fehlt die Verneinung „Blutregel“ ist der Begriff, der im Reitsport gilt, wenn ein Springpferd blutet. Bislang galt: Dann darf es nicht starten. Doch der Pferdesportweltverband hat diese Regel jetzt gelockert. Von Januar an können leicht blutende Pferde starten, wenn sie eine tierärztliche Untersuchung bestanden haben. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ist gegen diese Abschwächung. Bei nationalen Wettkämpfen soll weiter die alte Regel gelten. „Ich halte das für einen klaren Fehler“, sagte FN-Präsident Martin Richenhagen. „Blut hat im Pferdesport nichts zu suchen.“ Das Thema stehe „sinnbildlich für unseren Umgang mit dem Pferd. Wenn ein Pferd durch den Reiter verursacht blutet, kann es nicht weiter am Wettbewerb teilnehmen. Das ist eine Frage des Respekts und der Verantwortung.“ Richenhagen weiter: „Wir stehen unter Beobachtung. Menschen, die den Pferdesport nicht kennen, sehen Bilder von Pferden mit Blut – und das löst Empörung aus. Und das zu Recht. Wir wollen Pferdesport mit gesunden, glücklichen Pferden zeigen – nicht mit Pferden, die offensichtlich verletzt sind.“

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