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Blechen oder laufen!

■ Bill Clinton will Führerscheinentzug für Väter, die keinen Unterhalt zahlen

Washington (AP/wps/taz)

Zahlungsunwilligen Vätern in den USA soll es nach dem Willen von Präsident Bill Clinton an den Kragen gehen. In seiner wöchentlichen Radioansprache schlug er am Samstag vor, Vätern (oder Müttern), die ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen, den Führerschein zu entziehen.

800.000 Alleinerziehende könnten aus der staatlichen Fürsorge entlassen werden, wenn all die Milliarden Dollar ausstehender Alimente gezahlt würden, sagte er. Durch die Drohung mit der Wegnahme der Pappe könnten die Sozialbehörden über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zu vier Milliarden Dollar einsparen, rechnete er vor und verwies auf die Erfolge in den 19 Bundesstaaten, in denen sein Vorschlag schon praktiziert wird.

In Maine beispielsweise wurden mit der Maßnahme ganze 21.000 Elternteile dazu bewegt, das ihren Kindern rechtmäßig zustehende Geld herauszurücken. Damit scheint man die autoverliebten US-Amerikaner genau dort zu packen, wo es ihnen am stärksten weh tut: Nur 41 Führerscheine mußten tatsächlich entzogen werden, den meisten reichte offenbar schon allein die Drohung. In seiner Radioansprache forderte Clinton jetzt den Kongreß dazu auf, diese Praxis bundesweit per Gesetz zu verankern. häm

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