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Bischof Huber kritisiert Diskussion zum 8. Mai

Der Bischof der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber, hat die Art der Diskussion über die Bedeutung des 50. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai kritisiert. Ein Streit darüber, ob der 8. Mai ein Tag der Befreiung oder der Niederlage gewesen sei, zeige falsche Alternativen auf und führe in die Irre. Beides sei eng miteinander verbunden, sagte Huber. „Die Niederlage war eine Befreiung. Oder anders: Die Befreiung kam durch eine Niederlage, mit all ihren Folgen – auch dem Leid für die Deutschen.“ Bei den bevorstehenden Gedenkfeierlichkeiten komme es vor allem darauf an, den Opfern des Zweiten Weltkrieges Respekt zu erweisen. Dies gelte vor allem für diejenigen, die von der Aggression und Gewalt des nationalsozialistischen Deutschlands betroffen oder gar vernichtet worden seien, aber natürlich auch für die Deutschen selbst. Wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft seien, sei auch bewaffnete Gegengewalt berechtigt, sagte Huber mit Blick auf Kampfeinsätze unter dem Mandat der Vereinten Nationen.dpa

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