piwik no script img

Birma-betr.: Tagesthemenseite Birma, taz vom 13.8.88

betr.: Tagesthemenseite Birma, taz vom 13.8.88

Da ihr eine sehr ausführliche Berichterstattung zu den Ereignissen in Birma macht und euch auch besonders der dortigen Opposition widmet, möchte ich eine Ergänzung zur „Befreiungsbewegung der ethnischen Minderheiten“ machen, die zukünftig nicht ganz unwichtig sein könnte:

Wie Reiner Hörig schreibt, gibt die Guerilla der Katschinen und der Karen innerhalb der „Nationalen demokratischen Front“ den Ton an. Beide Gruppen sind im internationalen Rahmen häufig im Umfeld der rechtsradikalen „World -Anticommunist-League“ anzutreffen. Die Katschinen sind Mitglied der WACL und waren 1985 auf der WACL-Konferenz in Dallas durch Jen Lomethong vertreten, der ebenfalls die Katschinendelegation auf der WACL-Konferenz in Taiwan 1987 leitete. Mitglied der letzten Delegation war ebenfalls ein Herr Robert H. Morse, dessen Namen gewisse Ähnlichkeiten mit dem Arzt Dr. Steve Morse aufweist, den Rainer Hörig als Repräsentanten der Katschinen interviewt hat (taz 13.8.88). Eine Delegation der Karen nahm an der WACL-Konferenz 1986 in Luxemburg teil.

Es wäre für die Einschätzung eurer Berichterstattung äußerst hilfreich, wenn ihr zukünftig diesen politischen Aspekt mitberücksichtigen könntet. Es könnte ja von politischer Bedeutung sein, daß sich die wichtigen Teile der bewaffneten Opposition in Birma einem Kreis zuordnen, dem neben Pinochet, Strössner und ähnlichen Figuren auch die nicaraguanische Contra, die UNITA in Angola, die RENAMO -Terroristen aus Mosambik, die Khmer, Todesschwadrone aus Lateinamerika sowie namhafte Söldnerorganisationen aus den USA u. ä. angehören.

Gaby Gottwald, Hamburg

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen