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Betr.: Berliner Mauer

28 Jahre stand die Berliner Mauer, viermal wurde sie perfektioniert. Die erste bestand aus einem Kreidestrich, knapp dahinter Ziegelsteine und darüber Stacheldrahtrollen. Unser Bild (links) zeigt die vierte und letzte Mauergeneration, hier genormte Betonplatten an der Bernauer Straße im Wedding. Fünf Jahre nach dem Mauerfall erinnert an der gleichen Stelle (rechts) nichts mehr an die Vergangenheit. Im gesamten innerstädtischen Bereich ist die Mauer bald nicht mehr zu ahnen – es sei denn, das Berliner Abgeordnetenhaus gibt grünes Licht für einen Vorschlag, der seit anderthalb Jahren auf dem Tisch liegt und gestern erneut vorgestellt wurde. „Mauer- Markierung“ heißt das vom „Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart“ initiierte Projekt, das bei der angespannten Haushaltslage nur realisiert werden kann, wenn sich private Sponsoren finden. Bislang gibt es zwei Vorschläge von Westberliner Künstlern. Angela Bohnen möchte den gesamten innerstädtischen Mauerverlauf – 43,1 Kilometer – mit parallel laufenden, in den Boden eingelassenen und gefärbten Betonbalken markieren. Im Osten blau, im Westen rot. Der Architekturhistoriker Gerwin Zohlen schlägt hingegen ein Kupferband vor.

akuFotos: Stiebing/Zenit