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„Besser als Tutti-Frutti“

■ Resümee der Projektwoche „Sexualität“ für Kinder und Jugendliche

Kinder an Themen wie Liebe und Sexualität heranzuführen, ist nicht leicht. Im Bremer Westen wurde es jetzt eine Woche lang versucht. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten im Rahmen des Projekts „Körperlichkeit, Aufklärung und Sexualität“ über die Liebe diskutieren und Filme und Theater zu diesem Thema sehen. Die Resonanz bei den verschiedenen Veranstaltungen war unterschiedlich. Während die Theatervorführungen ausverkauft waren, mußten Informationsveranstaltungen mangels TeilnehmerInnen ausfallen.

Besonders Viele sahen das Stück „Was heißt hier Liebe“ vom Theater-Haus Stuttgart. Den Jugendlichen, die meist direkt aus der Schule kamen, wurde ein „Spiel um Liebe und Sexualität für Leute in und nach der Pubertät“ geboten. Dabei ging es um den ersten Kuß genauso wie um Aids.

Das Theaterstück bekam bei jeder Vorführung viel Applaus. Doch die VeranstalterInnen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales mußten auch mit einigen Enttäuschungen leben. So war zum Beispiel das Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Titel „Aids geht jede, jeden an“ ohne Interesse geblieben. Nicht ein einziger Jugendlicher war zu der Veranstaltung ins Stadtteilbüro gekommen.

Insgesamt waren die VeranstalterInnen jedoch trotzdem zufrieden mit dieser Projektwoche. Nächstes Jahr soll sie wiederholt werden. Außerdem möchte man verstärkt auf die Kinder und Jugendlichen zugehen, „weil sie“, so Martin Nowacki von der Projektgruppe, „ein Recht auf bessere Angebote als 'Tutti-Frutti' und Erotikserien haben.“ bet

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