: Besetztes Haus in Hamburg geräumt
Hamburg (taz) - Unmittelbar nach dem offiziellen Beginn des Hafengeburtstagsspektakels kam es am Mittwoch abend in Hamburg zu schweren Straßenschlachten zwischen der Polizei und BewohnerInnen des Schanzenviertels. Auslöser der Auseinandersetzungen war die Räumung eines besetzten Hauses, das in den Mittagsstunden von 20 Mitgliedern der alternativen Wohngruppe „Schäferkamp“ „bezogen“ worden war, denen das Gebäude vor sechs Wochen versprochen worden war. Doch Bausenator Eugen Wagner (SPD) blockierte bislang die Übergabe. Unterstützt von 250 SympathisantInnen begannen sie am Mittwoch mittag mit den Instandsetzungsarbeiten. Nach einer halben Stunde versuchte vom Hafengeburtstag abkommandierte Polizei die Häuser zu stürmen. Ein Steinhagel hielt sie zurück. Nach zeitweiligen Verhandlungen mit den BesetzerInnen machte die Staatsmacht dann am Abend kurzen Prozeß. Im Anschluß an die gewaltsame Räumung kam es zu scharfen Auseinandersetzungen. Bilanz: 28 Festnahmen, Dutzende zum Teil Schwerverletzte. Zwei Personen sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden.
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