: Beschäftigungsförderung
■ Kritik an privater Arbeitsvermittlung
Die mit dem Beschäftigungsförderungsgesetz geplante flächendeckende Zulassung privater Arbeitsvermittler ist von der Berlin- Brandenburger DGB-Chefin Christiane Bretz scharf kritisiert worden. Man habe den „Verdacht der Geschäftemacherei mit der Arbeitslosigkeit“, sagte sie. Es sei abzusehen, daß die Betroffenen, obwohl sie oft jahrelang Arbeitslosenversicherung bezahlt haben, für eine private Vermittlung bezahlen müssen. Außerdem erhielten die privaten Vermittler Einsicht in die Dateien der vom Steuerzahler finanzierten Arbeitsämter. Auch Arbeitssenatorin Christine Bergmann (SPD) kritisierte die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. Der Anteil des Landes Berlin an der Finanzierung von arbeitsfördernden Maßnahmen werde immer größer, der Effekt aber immer geringer, sagte sie. ADN
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen