:
■ Berufsbildung in der Krise
Das duale Berufsbildungssysstem ist in die Jahre gekommen. Gerühmt jenseits deutscher Grenzen, beginnen diesseits die Schwachpunkte der Berufsbildung in Betrieb und Schule zutage zu treten: Es gibt eine Tendenz zur Zersplitterung zu spezialisierten „Betriebsberufen“, es hakt an der Abstimmung zwischen Firmen und Berufsschulen, an systematischer Qualitätssichurng und Transparenz, es klemmt an regionaler Flexibilität und Koordination aller Beteiligten. 1999 werden rund 100.000 Ausbildungsplätze fehlen. Nach einer Emnid-Umfrage halten sechzig Prozent der Mittelständler das duale System für reformbedürftig. Kaum überraschend, dass die Bertelsmann-Stiftung in diesem Jahr ihren Preis für innovative Berufsbildungsmodelle im Ausland vergab. Der Sieger war Dänemark. Auch die nominierten Konkurrenten haben Interessantes zu bieten Auf diesen Seiten wollen wir das System der beruflichen Bildung unter die Lupe nehmen. Wir schauen dabei ebenso auf lokale Initiativen, zum Beispiel für benachteiligte Jugendliche, wie ins Ausland. In loser Folge stellen wir Ansätze aus dem Ausland vor, die Anregungen für Deutschland geben könnten.
adi
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen