piwik no script img

Berliner wollen den Tunnel selber planen

Bonn/Berlin. Der Streit um den Standort des geplanten Zentralbahnhofs in Berlin strebt einem vorläufigen Höhepunkt zu. Dem Vernehmen nach will das Bundesverkehrsministerium heute in der Konzeptkommission des Bundes ein Machtwort sprechen, um sich mit seinen Vorstellungen — Bau einer Tunnelröhre zum Bahnhof Friedrichstraße — durchzusetzen. Eigentlich hätten sich Bonn und Berlin schon am vergangenen Samstag einigen müssen. Heute früh wird sich der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen wegen der Tunnelfrage mit Bundesverkehrsminister Günther Krause treffen. Berlin sei selbst für seine Stadtplanung zuständig, sagte Diepgen im RIAS. Der Regierende sprach sich für einen Zentralbahnhof nebst Tunnel auf dem Standort des Lehrter Stadtbahnhofs und gegen einen Tunnelbau unter der Friedrichstraße aus, da letzterer technisch nicht zu realisieren sei. Dagegen hält das Ministerium, man habe ein renommiertes Züricher Ingenieurbüro mit einem technischen Gutachten beauftragt, um die Machbarkeit des Tunnels unter der Friedrichstraße zu prüfen, von der man auch ausgehe. Übrigens soll sich die Reichsbahn für einen Tunnel unter der Friedrichstraße statt unter dem Lehrter Bahnhof ausgesprochen haben. esch

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen