: Berliner Wachpolizist erschossen — Motiv unklar
Berlin (dpa/ap) — Ein Berliner Wachpolizist ist am frühen Dienstag morgen in unmittelbarer Nähe der Villa des türkischen Generalkonsuls im Bezirk Charlottenburg erschossen worden. An dem Attentat waren vermutlich mehrere Täter beteiligt, teilte die Polizei am Mittag mit. Sie feuerten etliche Schüsse auf den 50jährigen ab. Motiv und Hintergründe des Anschlags waren zunächst ungeklärt.
Nach den bisherigen Ermittlungen waren die Täter gegen fünf Uhr in der Früh aus einem Pkw ausgestiegen und hatten die Schüsse abgegeben. Dann entwendeten sie die Waffe des Polizisten und flüchteten mit dem Auto. Am Tatort wurde ein japanisches Würgeholz gefunden, das die Täter zurückgelassen haben könnten. Für ihre Ergreifung wurde eine Belohnung von 10.000 Mark ausgesetzt. Der Gewerkschaftschef der Berliner Polizei, Burkhard von Walsleben, sah in dieser Tat ein Indiz für die immer weiter zunehmende Brutalität in Berlin.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen