■ Berliner Telegramm: Strafverteidiger: Justizapparat veraltet
Die katastrophalen Zustände in den Berliner Gerichten sind nach Ansicht der Vereinigung der Strafverteidiger zum Großteil hausgemacht. Die Organisation der Justiz sei hoffnungslos veraltet. Sie widerstehe beharrlich selbst einfachsten Versuchen, technische Vereinfachungen durchzusetzen. Ein aus dem 19. Jahrhundert übernommenes Kanzleiwesen verursache „enormen Zeit- und Personalverschleiß“. Richter und Staatsanwälte verfügten über keine Sekretariate. Sie seien damit für Absprachen, die Verfahren verkürzen können, schwer zu erreichen. Post brauche oft Tage, bis sie den Empfänger im Gerichtsgebäude tatsächlich erreicht. ADN
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