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Berliner Skandal-Anwalt gefaßt

Berlin/Wiesbaden (dpa) - Ein Nachtrag zum Berliner Bauskandal: Eine der Schlüsselfiguren der Affairen des ehemaligen CDU-Senats, der seit Jahren mit internationalem Haftbefehl gesuchte Rechtsanwalt und Immobilienmakler Christoph Schmidt-Salzmann, ist in Brasilien festgenommen worden. Der 43jährige, dem Anstiftung zum Mord vorgeworfen wird, sitzt dort seit Dienstag in Auslieferungshaft, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Mittwoch berichtete. Hintergrund der Schmidt-Salzmann zur Last gelegten Mordpläne waren geschäftliche Auseinandersetzungen in der Berliner Baubranche. Der Rechtsanwalt soll 1985 den Auftrag gegeben haben, einen anderen Berliner Makler zu bedrohen und einzuschüchtern. Der Konkurrent war dann aus dem Hinterhalt angeschossen worden. Später erteilte der Beschuldigte nach Polizeierkenntnissen inzwischen abgeurteilten Kriminellen für jeweils 50.000 Mark einen Mordauftrag. Auch zwei andere Personen habe er ermorden lassen wollen. Der Rechtsanwalt war im September 1986 wegen Bestechung des ehemaligen Charlottenburger CDU-Baustadtrates Wolfgang Antes zu einer 18monatigen Haftstrafe auf Bewährung sowie zu einer Geldbuße verurteilt worden.