: Berliner CDU-Fraktion beschließt 180-Punkte-Programm
Berlin/Budapest (dpa/bb) — Die Berliner CDU-Fraktion hat am Sonntag ein rund 180 Punkte umfassendes Aktionsprogramm beschlossen, dessen Ziel die Herstellung der inneren Einheit der Stadt ist. Berlin stehe derzeit „vor der größten Herausforderung seiner Geschichte“, erforderlich sei eine „immense Aufbauleistung“, heißt es in dem während einer viertägigen Klausurtagung der Fraktion in Budapest verabschiedeten Papier.
Gefordert wird unter anderem die Zurückstellung von nicht zwingend notwendigen Investitionen im Westteil der Stadt zugunsten der östlichen Bezirke. Tiefbaumaßnahmen in West-Berlin sollen für die Dauer von zwei Jahren komplett ausgesetzt werden. Zur Rettung der rund 40 Ostberliner Betriebe, die von der Treuhand nicht privatisiert werden können, soll in einer konzertierten Aktion von Unternehmern, Gewerkschaften und öffentlicher Hand eine Sanierungsholding geschaffen werden. Die Verwirklichung der inneren Einheit soll als Staatsziel in die Berliner Verfassung Eingang finden. Mit dem jetzt vorgelegten Aktionsprogramm wolle die CDU auch in Ost- Berlin „Zugang zum Bürger“ gewinnen, so Landowsky.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen