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Bergleute protestieren gegen Regierungspläne

Moers (dpa) — Mehrere zehntausend Bergleute haben am Montag erneut für den Erhalt der Bundesknappschaft in der bisherigen Form demonstriert. Bayerische und freidemokratische Kräfte in der Regierungskoalition setzten die Existenz der bewährten Knappschaft aufs Spiel, die seit dem Mittelalter die soziale Absicherung der Bergleute gewährleistet habe, sagte Fritz Kollorz, Mitglied des Vorstands der IG Bergbau und Energie, bei einer Kundgebung in Moers. Rund 10.000 Bergleute protestierten in Moers gegen die Pläne zur Umgestaltung ihrer Altersversicherung. In Hamm berichtete die Polizei von rund 13.000 Teilnehmern. Knapp 3.000 Bergleute demonstrierten in Saarbrücken. Aus Marl meldete die Polizei 500 Protestierende. In Herringen und in Kassel, so die IG Bergbau, seien Betroffene aus dem Kalibergbau ebenfalls für den Erhalt der Knappschaft auf die Straße gegangen. Am Dienstag stehen nach Angaben der IG Bergbau bei den Bonner Koalitionsverhandlungen auch die Pläne auf der Tagesordnung, einen Teil der gut zehn Milliarden Mark einzusparen, mit denen die knappschaftlichen Leistungen subventioniert werden. Um einzusparen, sollen die mehr als 120.000 Beschäftigten des Bergbaus, die Übertage arbeiteten, in die allgemeine Rentenversicherung eingegliedert werden.

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