: Belgische Geiseln sollen freigelassen werden
Beirut (ap/dpa) — Vier belgische Geiseln, die seit über drei Jahren im Libanon festgehalten werden, sollen gegen einen in Belgien einsitzenden Palästinenser ausgetauscht werden. Die Familie sei von den Enführern, der von Abu Nidal befehligten Palästinenserorganisation, freigelassen und „der betroffenen Partei“ am Dienstag übergeben worden. Der Sprecher des Fatah-Revolutionsrates, Walid Chaled, sagte am Dienstag in Beirut, Verhandlungen mit der belgischen Regierung über die Freilassung der vier Geiseln seien erfolgreich abgeschlossen worden.
Man habe sich sich darauf geeinigt, die vier gegen den in Belgien einsitzenden Palästinenser Nasser Said auszutauschen, sagte Chaled. Said ist wegen eines 1980 begangenen Terroranschlages auf jüdische Jugendliche in Antwerpen zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Er hat jetzt die Voraussetzung für eine vorzeitige Haftentlassung erfüllt.
Bei den belgischen Geiseln handelt es sich um den 45jährigen Emmanuel Houtekins, dessen 51jährige Frau Godelieve sowie zwei Kinder des Ehepaares, den 20jährigen Laurent und die 19jährige Valerie. Anfang November 1987 hatte die palästinensische Organisation bekanntgegeben, sie habe die Belgier auf einer französischen Jacht vor der Küste des israelisch besetzten Gaza-Streifens als Agenten des israelischen Geheimdienstes gefangengenommen.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen